Tuesday, June 20, 2006

Starker Licht- und Säureschaden

Die Kohlezeichnung von Georg Meistermann lag sehr wahrscheinlich im Nachlass des Künstlers selbst in einer Mappe. Zusammen mit anderen Druckblättern.

Säuren wurden durch die Luftfeuchtigkeit in das Grafikblatt eingeschwemmt.

Und damit natürlich auch die Säuren aus den umliegenden anderen Druckblättern.

Da sich die Säuren durch Druckfarben hindurch anders verhalten, hat sich auf unserer Kohlezeichnung das Druckbild des darunter liegenden Blattes wie ein Foto ‚durchkopiert’ (Sie sehen das in der unteren Hälfte der Zeichnung.)

Daneben sind an dem Blatt deutliche Spuren von Leinöl zu sehen. Auch ein typischer Hinweis auf den Aufenthalt im Künstler-Atelier.

Doch damit nicht genug. In den 60’ Jahren des 20. Jahrhunderts waren Selbstklebebänder und Selbstklebeetiketten sehr modern. Auch Künstler verwendeten diese Dinge sehr gerne.

Die Folge: Harze und Weichmacher der Klebeschichten drangen in die Papierfasern ein und verursachten nahezu irreparable Schäden. Vier solcher Kleber waren auf der Rückseite.

Die Fasern waren durch die Alterung und durch vielfältigen Umwelteinflüsse erheblich gebräunt.


Durch eine Reihe unterschiedlicher Bearbeitungsvorgänge konnten die Schäden nahezu vollständig entfernt werden. Schon im Vorfeld konnte man die Aussage machen, dass die Papierfasern ursprünglich sehr hell, bis nahezu weiß waren und diesen Farbton nach der Restaurierung auch wieder erhalten werden.

Sollten Sie an dem Werk des Künstlers interessiert sein, empfehlen wir einen Besuch im Museum des Künstlers

Sunday, June 18, 2006

Insektenbefall

Immer wieder kommt es zu unangenehmen Schäden durch Insekten.

An diesem Beispiel sind es Schäden an wertvollen vergoldeten und versilberten Rahmen einer Grafiksammlung.

Soweit sich die Spur zurückverfolgen lässt, handelt es sich um Holzschädlinge die bereits in den exotischen Hölzern importiert wurden.

Die Hölzer wurden bisher gerne zur Verarbeitung von Bilderrahmen verwendet ohne, dass die ‚ungebetenen Bewohner’ entdeckt wurden.

Als wir den Schaden zu Gesicht kamen. war der Befall an einigen Rahmen schon sehr weit fortgeschritten. Die Insekten hatten die Substanz unter der Vergoldungsschicht schon weitgehend vertilgt.

Uns blieb nur, die restlichen Rahmen vor dem weiteren Verfall zu retten.

Durch ein vollkommen ungiftiges Verfahren, konnte der Insektenbefall vollständig beseitigt werden.






Posted by Picasa

Die Schädlinge haben hier bereits eine Größe von bis zu 8 mm erreicht.