Starker Licht- und Säureschaden
Die Kohlezeichnung von Georg Meistermann lag sehr wahrscheinlich im Nachlass des Künstlers selbst in einer Mappe. Zusammen mit anderen Druckblättern. Säuren wurden durch die Luftfeuchtigkeit in das Grafikblatt eingeschwemmt.
Und damit natürlich auch die Säuren aus den umliegenden anderen Druckblättern.
Da sich die Säuren durch Druckfarben hindurch anders verhalten, hat sich auf unserer Kohlezeichnung das Druckbild des darunter liegenden Blattes wie ein Foto ‚durchkopiert’ (Sie sehen das in der unteren Hälfte der Zeichnung.)
Daneben sind an dem Blatt deutliche Spuren von Leinöl zu sehen. Auch ein typischer Hinweis auf den Aufenthalt im Künstler-Atelier.
Doch damit nicht genug. In den 60’ Jahren des 20. Jahrhunderts waren Selbstklebebänder und Selbstklebeetiketten sehr modern. Auch Künstler verwendeten diese Dinge sehr gerne.
Die Folge: Harze und Weichmacher der Klebeschichten drangen in die Papierfasern ein und verursachten nahezu irreparable Schäden. Vier solcher Kleber waren auf der Rückseite.

Sollten Sie an dem Werk des Künstlers interessiert sein, empfehlen wir einen Besuch im Museum des Künstlers










